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Kinder in diesem Alter spielen zwar sehr gerne mit Gleichaltrigen, gleichzeitig möchten sie weiterhin mit Erwachsenen spielen und von ihnen lernen. Eltern mit Lernschwierigkeiten sind diesbezüglich häufig unsicher, zudem ist ihnen nicht bewusst, wie wichtig die Beschäftigung mit dem Kind ist oder sie möchten nicht mit ihren Kindern spielen (zum Beispiel die Rolle der Kundin beim Einkaufen spielen übernehmen oder Ähnliches). Die achte Leitlinie gibt einen Überblick über die grundlegenden kindlichen Bedürfnisse. Orientiert an den Entwicklungsphasen von der frühen Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter werden Anforderungen an Eltern und an die Unterstützung durch die Begleitete Elternschaft hergeleitet. Erziehungsfähigkeit beschreibt somit eine prozesshafte Interaktion, indem Ursache und Wirkung eine zentrale Rolle spielen. Grundsätzlich ist eine Vielfalt verschiedenen Erziehungsverhaltens zu tolerieren, sofern sie nicht die Grundbedürfnisse des Kindes verletzen oder dessen Fähigkeiten nicht beachtet werden.
4.2 Zeigt der Elternteil ein Mindestmaß an Interesse und Engagement bei der Vermittlung von Regeln und Werten?
- Petermann und Petermann haben verschiedene Studien und Konzepte zur Erziehungskompetenz ausgewertet und zu sechs Komponenten der Erziehungskompetenz zusammengefasst, denen bestimmte Merkmale zugeordnet sind.
- Für Eltern mit Lernschwierigkeiten ist in dieser Entwicklungsphase insbesondere der Schulbesuch bedeutungsvoll.
- Sie beinhalten also Erwartungen und Forderungen an das Kind und die Entwicklung des Kindes.
- Dies schafft eine glaubwürdige Botschaft, die für die Kinder nachvollziehbar und authentisch ist.
- Die Erziehungsfähigkeit bezeichnet die Fähigkeit von Eltern, ihre Kinder angemessen zu fördern und zu betreuen.
1 BGB wird dieser Aspekt im Kontext von Kindeswohlgefährdung bisher nur randständig behandelt. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass sich mangelnde Förderung und Anregung nahezu durchgängig in chronischen Prozessen manifestieren. Zudem ist häufig schwer festzustellen, welche Bedeutung Anlage und Umwelt im Einzelfall bei Entwicklungsrückständen und kognitiven Defiziten zukommt (Kindler 2006b). Umso mehr Aufmerksamkeit verdient es grundsätzlich, wenn ein Kind den Umgang ablehnt.Deshalb sind zunächst die Gründe zu prüfen, die zu diesem geäußerten Kindeswillen führen (Gespräche, Anhörung etc.).
Erziehungsfähigkeit
Es gibt verschiedene Möglichkeiten Eltern bei der Entwicklung von Feinfühligkeit und dadurch beim Aufbau einer sicheren Bindung zu unterstützen. Ein geringes Maß an Informiertheit über Entwicklung, Stärken, Interessen, Probleme und Wünsche eines Kindes kann Hinweise auf ein eingeschränktes Erziehungsengagement liefern. Ebenso kann eine sehr lückenhafte Informiertheit über Kontakte zu Gleichaltrigen, Freundschaftsbeziehungen sowie Aufenthaltsorte eines Kindes als Indiz dafür gelten, dass das Erziehungsengagement schwach ist. Schließlich muss im Gespräch Reifenservice Diez mit Eltern ein Mindestmaß an (innerer) Auseinandersetzung mit der Erziehungsaufgabe erkennbar sein. Dies betrifft die alltäglichen Herausforderungen im Leben mit Kindern verschiedener Altersgruppen, besonders aber den Umgang mit von Eltern selbst wahrgenommenen Schwächen bzw. Gradmesser für ein Mindestmaß an Nachdenken über ein Kind und dessen Erziehung sind nicht die oft sehr ausdifferenzierten Vorstellungen von Mittelschichtseltern, die sich häufig einem Modell intensiver Elternschaft (Hays 1996) verschrieben haben.
Das „Nein“ des Kindes zum Umgang
Um das Bedürfnis eines Kindes nach Existenz, sozialer Bindung und Wachstum erfüllen zu können und es bei der Bewältigung seiner jeweiligen Entwicklungsaufgaben unterstützen zu können, werden an Eltern beziehungsweise Bezugspersonen verschiedene Anforderungen gestellt. Petermann und Petermann haben verschiedene Studien und Konzepte zur Erziehungskompetenz ausgewertet und zu sechs Komponenten der Erziehungskompetenz zusammengefasst, denen bestimmte Merkmale zugeordnet sind. Die Grundideen des Konzepts der Entwicklungsaufgaben, welches von Havighurst während seiner Tätigkeit an der Universität Chicago zwischen 1954 und 1972 entwickelt wurde, haben bis heute weitgehende Gültigkeit. Danach beschäftigen sich Menschen in einer bestimmten Lebensphase typischerweise mit bestimmten Entwicklungsaufgaben. Sie erstrecken sich über die gesamte Lebensspanne, bauen aufeinander auf oder stehen teilweise in Wechselwirkung zueinander (vergleiche Havighurst 1972).
Sie haben die Erfahrung gemacht, dass ihre Kinder viele Kompetenzen erworben haben, die es ihnen ermöglichen, selbständig zu handeln. Gleichzeitig verhalten sich Mädchen und Jungen während der Zeit der Pubertät häufig abweisend gegenüber ihren Eltern und ziehen sich zurück. Sie fühlen sich abgelehnt und verstehen nicht, dass dies ein typisches Verhalten von Kindern und Jugendlichen in der Pubertät ist. Es geht bei manchen Jugendlichen so weit, dass der Erhalt der Beziehung und des Kontaktes zum Jugendlichen von den Eltern aktiv gepflegt werden und sie initiativ sein müssen.
Auch eine schwere körperliche Erkrankung eines Elternteils kann unter ungünstigen Umständen Beständigkeit in der Erziehung sehr erschweren und gleichzeitig die Erziehungsanforderungen infolge der emotionalen Belastung des Kindes steigern. Dies zeigt sich etwa daran, dass Kinder körperlich kranker Eltern als eine Risikopopulation hinsichtlich der Entwicklung psychiatrischer Störungen gelten (Riedesser & Schulte-Markwort 1999), wobei eine Unterteilung nach der Art der körperlichen Erkrankung sinnvoll ist. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die gesellschaftlichen Herausforderungen, die das Erziehungshandeln beeinflussen können. Ökonomische Unsicherheiten oder mangelnde soziale Unterstützung können die Qualität der Erziehung beeinträchtigen.
Darüber hinaus ermöglichen Eltern ihren Kindern durch ein positives Vorbild sowie durch klare Regeln und verlässliche Absprachen eine Orientierung. Ein eindeutig und zuverlässig Grenzen setzendes Erziehungsverhalten fördert die Übernahme von sozialen Normen sowie die Entwicklung eines angemessenen Sozialverhaltens (Petermann 2017). Dieses Erziehungsverhalten zeichnet sich durch kontinuierliche differenzierte positive und negative Rückmeldungen, die mit dem gezeigten Verhalten des Kindes verknüpft sind. Hilfen zur Erziehung und Elternbildung sind aus dem Sozialstaatsprinzip erwachsende freiwillige Maßnahmen, die Eltern darin unterstützen, eine solch förderliche Rolle zu spielen. Der Wille des Kindes kann mit Dettenborn (2001, S. 63), als die altersgemäßstabile und autonome Ausrichtung des Kindes auf erstrebte, persönlichbedeutsame Zielzustände verstanden werden.
Nähe, Empathie, Verfügbarkeit und Verlässlichkeit in einer liebevollen Beziehung muss eine Bezugsperson bieten, um das kindliche Bedürfnis nach sozialer Bindung zu erfüllen. Die ersten Bindungserfahrungen eines Menschen prägen das zukünftige Bindungsverhalten und den Umgang mit anderen Menschen. Durch Konstanz und Verlässlichkeit von Bindungspersonen werden Konzentration und Aufmerksamkeit gefördert. Damit hat soziale Bindung auch einen wichtigen Einfluss auf die geistige Entwicklung.